Archive for the 'Allgemein' Category

Start ins neue Jahr + News

Nachdem das Jahr 2009 nicht optimal bei mir begonnen hat (1. Woche im neuen Jahr krank gewesen und dann vor zwei Wochen mein Armbruch (Radiusköpfchenfraktur - verbunden mit kurzzeitig starken Schmerzen) gibt es auch gute Nachrichten.

Ich bin jetzt Business Angel bei der BEKO Käuferportal GmbH. Einer interessanten Lead-Generation Plattform mit Fokus auf den Mittelstand. Momentan haben die sehr fleißigen Gründer schon einige Produkte und Dienstleistungen aufgebaut: Im Telekommunikationsbereich vermittelt Käuferportal potentiellen Telefonanlagen Käufern die drei passenden Telefonanlagen Anbieter.  Im Kopierer- und Printgeschäft hat Käuferportal schon ein größeres Netz an Anbietern für Kopierer und Plotter (Wikipedia Plotter = eine Art Großformatkopierer- /drucker).

Mit an Bord sind Team Europe Ventures (Venture Capital Gesellschaft von Lukasz Gadowski und Kolja Hebenstreit) und einige der anderen aktiven Investoren der deutschen Gründerszene. Käuferportal ist jetzt im vierten Monat online und schon recht erfolgreich in einigen Bereichen. Das hat vor allem mit der Leidenschaft der beiden Gründer zu tun. Unternehmertum ohne Leidenschaft kann ich mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen. Man muss einfach komplett in seiner Aufgabe aufgehen, sonst wird das nichts :-) Guy Kawasaki hat eine interessante These zum Thema: der optimale Gründer / Unternehmer hat noch nie ein Business aufgebaut (höchstens einmal eins in den Sand gesetzt) und ist erfolgshungrig und leidenschaftlich bei der Sache. Er hält nichts von “Serial Entrepreneurs”, weil diese schon satt sind und nicht flexibel genug, weil sie davon ausgehen, dass die Erfolgsfaktoren ihrer ersten großen Unternehmung auch für die neue gelten, aber oftmals stürzen sich “Serial Entrepreneur” auf komplett für sie unbekannte Branchen und Produkte und versagen in diesen Märkten kläglich. Er hält auch nicht viel von Branchenkenntnis oder anderen speziellen CV-Stationen z.B. in der Branche der Unternehmung - sehr interessant und 100% deckungsgleich mit meiner Erfahrung und Meinung.

Eigentlich ist es peinlich, dass ich hier gar nichts mehr geschrieben habe in den letzten drei Monaten: Hauptgrund ist imedo. Wir sind mit sehr viel Schwung in das neue Jahr gestartet und ich arbeite nun mit einem eingespielten Team an der Vision möglichst vielen Menschen in Deutschland bei allen Themen rund um Gesundheit und Krankheit mit imedo.de helfen zu können.Vielleicht schaffe ich es ja bald hier regelmäßiger von mir zu berichten. Vorbilder gibt es ja zu genüge im Netz.

Euer Christian

5 Tipps + Trends im E-Mail Marketing

Ich finde Email Marketing (z.B. Newsletter-Marketing) sehr spannend, weil man die direkte Aufmerksamkeit des Betrachters erlangt und das in einem sehr gewohnten Umfeld, dass auf Nutzerseite meist positive Assoziationen aufruft (man ruft sein Postfach ja gerne auf und viele Nutzer von E-Mail überprüfen Ihr Postfach auch mehrfach täglich). E-Mail Newsletter ersetze immer mehr Direktmailings, die oft mit hohem Kostenaufwand (Porto, Herstellkosten für Mailing) verbunden sind und dann oftmals hinter den Conversion-Erwartungen / Branding-Ziele hinterherhinken.

In einem sehr interessanten E-Mail Benchmarking Guide von 2008 der Firma MarketingSherpa kamen folgende (Zusammenfassung) Daten zusammen:

Meist geäußerte Sorgen der Email-Marketer:

  • 36 % fürchten, dass Postfächer jetzt schon überfüllt sind und somit die Aufmerksamkeit der Nutzer leidet. Diese Überfüllung ist die größte Sorge der E-Mail Marketer, noch vor Tracking (=Erfolgskontrolle der E-Mails, z.B. Öffnungsrate).
  • 21 % bewerten Spam als “misstrauensfördernd” und sehen die Chancen von Direktmailings via Email eher als gering bis schlecht ein, da das Medium E-Mail immer weniger vertrauenserweckend ist.

Was man unbedingt beachten sollte:

1. Der Betreff ist laut Umfrage unter den E-Mail Marketing Experten als sehr wichtig einzustufen

2. Qualitativ hochwertige und vor allem aus der Sicht des Nutzers interessante Inhalte sollten die Regel sein, da dies die Öffnungsraten stark beeinflusst.

3. Welche Uhrzeit ist die beste für die Versendung einer E-Mail Newsletter / sonstige Promotion-Kampagne?

Mittwoch und Donnerstag haben die höchste CTR (=Clickthrough-Rate), in der Umfrage wurde CTR auf ausführen der gewünschten Aktion (Bestellung eines Produkts, Besuch eines speziellen Links, einer Landing-Page etc.).

  • Mittwoch und Donnerstag lag die CTR im Durchschnitt laut Umfrage bei 5 %
  • Montag und Freitag rangieren auf Platz 2 mit 4 %
  • Dienstag liegt im Schnitt bei 3 %
  • Samstag und Sonntag haben eine CTR von 2 %

Zur Mittagszeit werden oft private E-Mails am Arbeitsplatz gelesen und eine Versendung kurz vor Mittag könnte also sehr viel Sinn machen, als Lunch-Lektüre sozusagen.

83 % der Antworten / Reaktionen auf die versendete E-Mail Kampagne erreichen den Absender innerhalt der ersten 48 Stunden.

Es macht also tatsächlich einen großen Unterschied wann man seinen Newsletter verschickt. Meine Beobachtungen sind, dass viele Betreiber nachts Ihre Newlsetter verschicken mit dem Ergebnis, dass die E-Mails gemeinsam mit vielen anderen Nachrichten abgerufen werden und dann vermutlich weniger Aufmerksamkeit genießen, als wenn Sie z.B. erst zur Mittagszeit eintreffen würden.

4. Welche Elemente sollte eine E-Mail enthalten, um Nutzer zur Interaktion anzuregen?

  • E-Mail Adresse für Feedback sagten 53 % der Befragten
  • Navigations-Links - 48 %
  • Absenderadresse, die direkt antworten empfangen kann - 44%
  • Telefonische Kontaktinformationen - 40 %
  • Abonnement-Link - 27 %
  • Freund-Weiterleiten Funktion 25 %

Grundsätzlich sollte man den Response-Kanal möglichst einfach gestalten. Allzu oft werden Absender-Adressen gewählt, auf die man nicht direkt antworten kann. Es kommt natürlich darauf an, wie groß der Verteiler ist. Meine Vermutung: viele der Newsletter Abonnenten versuchen es über die direkte Antwort-Funktion den Newsletter abzubestellen. Derartige Emails könnte man sehr gut mit einer Filter Funktion aussortieren und dann die restlichen E-Mails als wertvolles Feedback weiterverarbeiten.

5. Das Testen verschiedener Layouts, Call-to-action Elementen etc. wird als beste Investition zur Verbesserung einer Kampagne gesehen.

  • 91 % der Einzelhandels-Newsletter testen verschiedene Produktangebote und versenden erst im großen Stil, wenn das Testsieger-Produkt feststeht (meist verkauftes Produkt im Testlauf an wenige Tausend Empfänger).

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur bestätigen, dass Testen oft günstiger ist als das ständige erhöhen der AKtivitäten (z.B. könnte das bei Newslettern der Hinzukauf von Adressen sein). Hier ein paar englische Infos zum Thema A/B Tests vs. Multivariate Testing

Man kann also sehr viel erfolgreichere Kampagnen durchführen, wenn man ein paar “rules of the game” beachtet und sich - wie so oft - so gut wie möglich in die Situation seiner Nutzer versetzt und sich nach Ihnen richtet.